Kinderrechte

Leserbriefe / 20.11.2014 • 20:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern steht unter u. a.: „Jedes Kind hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge, die für sein Wohlergehen notwendig sind. Jedes Kind hat Anspruch auf regelmäßige persönliche Beziehungen und direkte Kontakte zu beiden Elternteilen. Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, die Zufügung seelischen Leides, sexueller Missbrauch und andere Misshandlungen sind verboten, u. a. m.“ Ja hallo, wenn die Zufügung seelischen Leids an Kindern verboten ist, warum werden dann immer mehr außerfamiliäre Kinderkrippen und Kinderbetreuungsplätze gebaut? Fügt man einem Kind nicht seelisches Leid zu, wenn es von der Mutter/ den Eltern getrennt wird? Was ist kontraproduk­tiv, Herr Daniel Zadra, Gleichstellungssprecher der Grünen, Kinder von null bis vier Jahren in Kinderkrippen zu geben und von der Mutter/ den Eltern zu trennen und somit das Gesetz zu brechen, oder die Arbeit der innerfamiliären Kinderbetreuung zu fördern und zu bezahlen? Ist die häusliche Kindererziehung und Betreuung für Sie keine Arbeit? Ist nicht das kürzlich von der Industriellenvereinigung vorgestellte „Bildungsrevolution“ gegen das Gesetz der Kinderrechte und ein klassisches Familienzerstörungsprogramm (Ganztagsschule von 8.30 bis 15.30 Uhr, optionale Betreuung von 7 bis 19 Uhr)? Ist es nicht die Pflicht und Aufgabe, auch der Politik, die Gesetze zu beachten und die Verbote einzuhalten?

Norbert Bolter,

Gitzebühel 9, Koblach