Beide Trassen ­abgelehnt

Leserbriefe / 23.11.2014 • 18:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 22. November 2014.
VN-Bericht vom 22. November 2014.

Ich lehne die beiden Schnellstraßenprojekte auch in der nun vorliegenden Form mit Entschiedenheit ab. Meine massiven Bedenken haben sich über weiteste Strecken bestätigt und in einigen Bereichen sogar verschärft.

Kostenschätzungen von 900 Millionen Euro für 2025 zeugen von irrationalen Summen und beschreiben ein bautechnisches und hydrogeologisches Extremrisiko. Niemand weiß, was geschehen soll, wenn der unterirdische Tunnel sich im Ried setzt. Dazu erwartet die ASFINAG eine enorme Verkehrszunahme auf der Z-Trasse, die sie deshalb lieber vierspurig bauen will. Diese gigantische Verkehrsmenge soll am Knoten Dornbirn Nord eingeleitet werden, der jetzt schon heillos überlastet ist. In der vagen Kostenschätzung der ASFINAG sind die Kosten für weitere Untertunnelungen, die Fußach und Höchst für ihre Bevölkerung zur Projektzustimmung voraussetzen, noch gar nicht enthalten.

Um die projektierten Trassen überhaupt realisieren zu können, wird bewusst die Zerstörung der vorbildlichen ökologischen Gestaltung des Schweizer Rieds mit seinen seltenen Vogelbeständen in Kauf genommen und auf Ausnahmebestimmungen in den Behördenverfahren gesetzt.

Ich halte es für dringend geboten, den Autobahnübergang Mäder als Alternative zu entwickeln. Die Verkehrswirksamkeit im Unterland ist nicht das einzige Bewertungskriterium. Mäder wäre weit kostengünstiger zu bauen, könnte auch Feldkirch entlasten und würde dem Land die 250-Millionen-Euro-Tunnelspinne ersparen.

Andreas Postner,
Mitglied im Regionalforum, Köhlerstraße 25a, Rankweil