Z-Variante – ­Widerstände ­kommen

Leserbriefe / 23.11.2014 • 18:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Widerstände müssten jedenfalls von den Bürgermeistern der Gemeinden Höchst und Fußach kommen, denn diese haben sich mehrfach öffentlich und ausschließlich für eine Tunnellösung unter dem Rhein bis hin zum Schweizer Anschluss ausgesprochen. Man kann diese beiden hauptbetroffenen (immerhin sind in Brugg seit dem S-18-Aus ca. 100 neue Wohneinheiten geschaffen worden) Gemeinden mit ca. 12.000 Einwohnern nicht so übergehen. Damit würden die beiden Bürgermeister ihr Gesicht verlieren und die betroffene Bevölkerung wird mit der bereits mehrfachen Berichterstattung samt Planzeichnungen stets ohne Rheinuntertunnelung immer wieder vor den Kopf gestoßen. Wurde eine solche etwa noch gar nicht geplant/
durchgerechnet? Eine eventuelle Begründung dafür sehe ich in den technischen Schwierigkeiten und in der Unfinanzierbarkeit der geforderten Tunnelvariante. Mit der Autobahnverbindungsproblematik seit Jahrzehnten befasst, erinnere ich mich an die 80er-Jahre, als eine vom damaligen LR Vetter vorgelegte Tunnellösung vom Finanzminister als „unfinanzierbar“ abgelehnt wurde. Ein damaliger ­Bautenminister hat die Gemeinden dahingehend gestärkt, dass gegen deren Einwände niemals „verordnet“ werde. Sind solche volksnahen Kernsätze ehemaliger Politiker nicht mehr zeitgemäß? Bei einer jetzt schon fast milliardenteuren Z-Variante werden teure Zusatzforderungen bei offensichtlich geringem Widerstand der Bürgermeister wohl einfach übergangen. Auch bei den nun mitregierenden Grünen hat die Standfestigkeit bei der Ablehnung solcher ­Naturzerstörungsprojekte stark gelitten, was sicher nicht nur mich enttäuscht!

Egon Troy,
Gießenstraße 9,
Fußach