Regulierung der Calanda-Wölfe

Leserbriefe / 25.11.2014 • 19:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

tut not

Der Naturverein Bonaduz organisierte einen Vortrag zum Thema Wolf. Der Anlass war sehr gut besucht und die Organisatoren leisteten gute Arbeit. Als Referent konnte Wildhüter Claudio Spadin gewonnen werden. Das Wolfrudel am Calanda und den angrenzenden Gebieten hat ein Ausmaß angenommen, dass sich eine Regulierung geradezu aufdrängt. Einzelne Tiere müssten eigentlich schon jetzt dem Bestand entnommen werden. Insbesondere solche, die Schaden an Wild und Nutztieren anrichten oder durch Wohngebiete streifen. Zweifelsohne ist der Wildbestand am Calanda massiv eingebrochen. In naher Zukunft lohnt es sich nicht mehr, ein Hochjagdpatent für dieses Gebiet zu lösen. Auch für die Niederjagd mit Hund nicht, da das Risiko besteht, dass der treue Begleiter von den Wölfen gerissen wird. All diese höchst bedauerlichen Tatsachen verlangen wirksame Gegenmaßnahmen. Sollte es mittelfristig zu weiteren Wolfsrudelbildungen im Kanton kommen, womit gerechnet werden muss, wird die Jägerzahl stark abnehmen. Das hat zwangsläufig zur Folge, dass auch weniger Geld in die Staatskasse fließt. Die Konsequenz daraus ist, dass das Jagdregal nicht mehr wie bisher selbsttragend sein wird. Denn schon jetzt werden im Zusammenhang mit den Großraubtieren Abertausende von Franken ausgegeben. Eines darf mit Fug behauptet werden: Bei Bär, Wolf und Luchs handelt es sich nicht mehr um vom Aussterben bedrohte Tier­arten. Deshalb ist ein absoluter Schutz dieser Raubtiere schon jetzt nicht mehr gerechtfertigt.

Werner Wyss,

Schulweg 7,

CH-7430 Thusis