Schwierigkeiten mit der Steuer­thematik

Leserbriefe / 26.11.2014 • 20:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Manuela Auer vom 22. 11. 2014:

Sehr geehrte Frau Auer, Sie bemängeln, dass Geringverdiener im Verhältnis zu Personen mit höherem Gehalt zu viele Steuern bezahlen müssen. Um diese Ungerechtigkeit zu beheben, schlagen Sie nun vor, den Eingangssteuersatz zu senken. Weshalb Sie dies fordern, ist mir schleierhaft, allerdings fällt es öfters auf, dass viele Politiker arge Probleme mit dem Berechnen und Interpretieren von Prozentsätzen haben. Nehmen wir nun einmal an, dass der Eingangssteuersatz von gegenwärtig 36,5 % auf 25 % gesenkt werden würde. Somit hätten Sie Ihr Ziel erreicht und würden den einkommensschwachen Steuerzahlern erklären, dass diese nun bessergestellt seien als zuvor, was allerdings schlicht und ergreifend falsch ist. Da Sie dies offensichtlich noch nicht verstanden haben, werde ich es Ihnen anhand eines Musterbeispiels demonstrieren. Dazu stellen wir zwei Personen gegenüber, die eine mit 18.000 Euro Jahreseinkommen, die andere mit 40.000 Euro. Gegenwärtig bezahlen sie 2555 bzw. 11.592 Euro Lohnsteuer, in Zukunft wären es 1750 bzw. 9982 Euro, was einer jährlichen Steuerersparnis von 805 bzw. 1610 Euro entspricht. Folglich profitieren einkommensstarke Bürger deutlich stärker von Ihrer geplanten Reform als einkommensschwache. Ich dachte, dass Sie eigentlich genau das Gegenteil erreichen wollten.

Christoph Entner,

Tafernstraße 24,

Feldkirch