Causa

Leserbriefe / 27.11.2014 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Brigadier Schaffer

Es ist wohl nicht nur beim Bundesheer so, dass sich Führungskräfte ihre Berater selbst aussuchen. Loyalität ist dabei neben der Fachexpertise die wohl wichtigste Voraussetzung. Wenn nun Brigadier Schaffer sagt, dass seine Loyalität „nicht irgendeiner zufälligen Person“ gilt, dann vergisst er dabei, dass er genau diese „zufällige Person“, nämlich den General­stabschef, beraten soll. Schaffer ist ja nicht der Berater des Bundesheeres, sondern des Generalstabs­chefs. Und genau dieser Person verweigert er nun öffentlich die Loyalität. Damit hat er sich als Berater selbst infrage gestellt. Der Grund, weshalb General Commenda in Hinkunft auf die Expertise von Brigadier Schaffer verzichtet, liegt einzig und allein darin, dass Brigadier Schaffer diese Expertise nicht dort einbringt, wo sie sinnvoll ist: in Arbeitsgruppen im Generalstab. Eine Beratungsleistung liegt nicht darin, dem Generalstab über die Medien unsachliche Vorwürfe zu machen. Das Wesen eines Beraters liegt vielmehr darin, eine Person in Fachfragen zu beraten. Genau das aber hat Brigadier Schaffer schon lange nicht mehr getan. Den Dienstgrad Brigadier hat Michael Schaffer übrigens nur deshalb erreichen können, weil er als Milizsoldat im Generalstab beordert war; genau jene Dienstelle also, deren Angehöriger er ist und die er seit Wochen in der Öffentlichkeit kritisiert.

Oberst Mag. Michael Bauer,

BM FÜR LANDESVERTEIDIGUNG

UND SPORT

Roßauer Lände 1, 1090 Wien