Ausbau der
Montafonerbahn auf Abstellgleis?

Leserbriefe / 28.11.2014 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das MBS-Ausbauprojekt dient den Talschaftspolitikern immer wieder als visionärer Aufwärmer, neuerdings auch für Muskelspiele. Überzeugt erklärte Bgm. Luger (MBS Vorstandsdirektor), dass die Bahnverlängerung für alle Bürgermeister Priorität Nr. 1 habe. (Montafoner Standpunkt, Frühjahr 2014, Nr. 25 – Seite 13). Analog folgte wenige Monate später: „Der Ausbau vom Bahnnetz im Montafon ist die Vision eines erweiterten Rückgrats der Mobilität im Tal“ mit dem Schlusssatz: „Im Herbst werden wir die Eckpunkte dieser Vision in Form einer Wanderausstellung in die Gemeinden bringen.“ (Regionalbericht Stand Montafon Juni 2014 – Seite 29). Wenig später erfährt die bisher einstimmige Meinung aller Bürgermeister jedoch eine radikale Kehrtwendung. Wie die VN am 2. Oktober 2014 berichteten, wurde diese Ausstellung nun auf Beschluss der zehn Bürgermeister kurzfristig abgesagt und auf 2015 verschoben. Das habe mit den kommenden Kommunalwahlen zu tun, es herrsche Sorge, dass das Vorhaben zum Wahlkampfthema werden könnte. Wenn zehn Bürgermeister innerhalb weniger Wochen ihre Meinung ins Gegenteil verdrehen, besteht Erklärungsbedarf, insbesondere dann, wenn politischer Machterhalt Problemlösungen unterlaufen und die Bürger entmündigen will. In diesem Sinne, heraus mit der Sprache und konkrete Fakten mit „Für und Wider“ auf den Tisch und nicht weiter mit Visionen Aktivitäten vortäuschen. Rückgrat nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Alltag!

Ing. Horst Hefel,

Latschaustraße 1, TSCHAGGUNS