Trockenbau in Hard

Leserbriefe / 28.11.2014 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich möchte meinem Kollegen, Herrn Roman Zech von Zechfenster, zustimmen. Es benötigt wirklich Rückgrat, wenn sich ein Bürgermeister seiner wirtschaftlichen Verpflichtung stellt und beim heimischen bzw. ortsansässigen Unternehmen und nicht beim Billigstbieter bestellt. Die Vergabe eines Auftrages an die Harder Fa. RAUMBAU hat in den Medien für Aufruhr gesorgt. Trotz EU-Richtlinien hat Bürgermeister Köhlmeier unter deren Einhaltung noch einen bestimmten Handlungsspielraum. Die Gemeindekassen profitieren von der Kommunalsteuer der ortsansässigen Unternehmen. Wenn diese Firmen mit heimischen Handwerkern arbeiten, bleibt zusätzlich die Wertschöpfung im regionalen Bereich erhalten. Ausländische Billigstbieter mit Billiglohnarbeitern zu beauftragen, ist daher kein Gewinn, sondern längerfristig gesehen eine Gefahr für die Region, den regionalen Arbeitsmarkt, die heimische Wirtschaft und für unseren hohen Lebensstandard und Sozialleistungen. Würden alle Bürgermeister, Großbetriebe, Landeseinrichtungen in Vorarlberg handeln wie Bürgermeister Köhlmeier, würde dies unser Bundesland stärken, was schlussendlich jedem einzelnen Bürger zugute kommt. Zusätzlich würden sie die Ansiedelung von heimischen Betrieben wieder attraktiver machen. Die „Geiz ist geil“-Politik ist dumm und kurzfristig. Sie entspricht nicht der ursprünglichen Mentalität des Vorarlbergers. Über die Konsequenzen sollten sich nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Arbeitnehmer Gedanken machen.

Beat Juen,

Bundesstraße 42a, Lauterach