Z oder CP – die falsche Frage

Leserbriefe / 28.11.2014 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die VN berichteten u. a. am 27. November 2014.
Die VN berichteten u. a. am 27. November 2014.

Der Untersuchungsbericht zur S-18 zeigt überdeutlich große faktische und rechtliche Probleme der geplanten Riedstraße im unteren Rheintal: Schwerer Eingriff in das sehr wertvolle und international geschützte Naturschutzgebiet, sehr schwierige Bodenverhältnisse mit kaum berechenbaren Baukosten bis letztlich einer Milliarde EURO für ein rund 7 km langes Straßenstück, verbunden mit weiter steigender Schadstoffbelastung. Zudem darf nach der bestehenden Rechtslage ein Eingriff in ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet nur erfolgen, wenn bei objektiver Prüfung tatsächlich keine andere Möglichkeit einer Verkehrsentlastung für dicht besiedelte Wohngebiete besteht. Gerade diese besteht aber bei einer kurzen Verbindung der beiden Autobahnen im Raume Mäder-Kriessern, die inkl. begleitender Schutzmaßnahmen mit viel geringerem Aufwand erreichbar ist,bei zusätzlicher Mitentlastung des Raumes Feldkirch. Die Distanz zum Übergang Lustenau-Au beträgt ca. zehn Kilometer und maximal acht Minuten Fahrzeit. In Fahrtrichtung Süden stellt Mäder ohnehin eine Abkürzung dar. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist zu erwarten, dass beim umfangreichen Bewilligungsverfahren für die S 18 die wesentlich kürzere Autobahnverbindung im Raume Mäder als das „gelindere Mittel“ zur Erreichung des Entlastungszieles angesehen und damit die S 18 in der geplanten Form neuerlich als rechtswidrig erkannt wird. Die Verbindung Mäder wäre in ein bis zwei Jahren baureif und damit – die wundersame neue grüne „Skepsis“ hin oder her – die 40-jährige Verkehrsmi­­sere Lustenaus entschärft.

Dr. Walter Bösch,

Sandstraße 28,
Lustenau