Budgetmisere

Leserbriefe / 18.05.2015 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Als politisch denkender Mensch vermisse ich mehr und mehr die Diskussion über Eigenverantwortung im täglichen Leben. Grad unsere Bevölkerung im Ländle zeigt doch in vielen Belangen hohe Hilfsbereitschaft, Umsicht, Verantwortungsgefühl. Wäre es da nicht angebracht, diese Vorzüge auch insofern umzusetzen, als man in den politischen Gremien auch für ihre bessere Umsetzung zu sorgen hat!? Nicht vom Staat Förderungen für dies und das zu fordern. Besser, selbst zu überlegen, wie organisiere ich meinen Lebensunterhalt, wie finanziere ich mich. Wie teile ich mir mein Geld so ein, dass am Ende des Monats keine rote Ziffer vor dem Komma steht. Ermuntern wir auch unsere Jugend dazu, für Leistungen des Staates auch einen Beitrag zu leisten – ­siehe Selbstbehalte beim Arzt. Für viele wäre es selbstverständlich, für eine Leistung einen Beitrag zu erbringen. Nur dann ist es möglich, sinnlose Inanspruchnahme hintanzuhalten. Es gilt zu reflektieren, dass nichts im Leben „kostenlos“ sein kann. Mehrfachunterstützungen einzufordern, statt seinen Haushalt schuldenfrei zu gestalten – das darf sich nicht durchsetzen, das kann sich auch auf Dauer nicht durchsetzen. Eigenleistung, Bescheidenheit und Kostenbewusstsein müssen wieder in den Fokus gelangen. Auf Kosten anderer oder eben des Staates leben zu wollen, das ist der falsche Weg.

Hans Nothnagl, Türkeiweg 248b,

St. GAllenkirch