HAK-Bachelor

Leserbriefe / 03.06.2015 • 19:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Warum sollen das fünfte Schuljahr einer BHS und die im einschlägigen Beruf erworbenen Fähigkeiten bei einem weiterführenden Studium nicht anerkannt und für die Studiendauer nicht angerechnet werden? Diese und ähnliche Fragen kamen mit aller Deutlichkeit zur Sprache bei Vorarlbergs ­ersten Sponsionsfeier für die 21 Absolventen des Studienganges „Betriebswirtschaft“ im würdigen Rahmen des alten Landtagssaales in Bregenz, in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste. Die erfolgreichen Teilnehmer dieses ersten, viersemestrigen berufsbegleitenden Studiengangs, organisiert durch das Ingenium Graz, in Verantwortung der Uni Regensburg, betreut durch die HAK Lustenau, konnten sich des Lobes kaum erwehren. Von Durchhaltevermögen (von 25 Angemeldeten verblieben 24 Teilnehmer) und Teamfähigkeit, „im Studium dort abgeholt werden, wo man gerade ist (ohne unnötige Wiederholungen)“, von der Unterstützung durch die Wirtschaft und vom volkswirtschaftlichen Nutzen dieser Art von Studium (berufsbegleitend, d. h. selbst finanzierend, nach wie vor steuerzahlend), bis zur „Einladung“, das Lernen nicht aufzuhören, evtl. ein Master-Studium anzuhängen, war die Rede.

Zu gratulieren ist nicht nur den neuen „Bachelors of Arts“, vielmehr auch den Organisatoren (aus kompetenter Verwaltung in Graz, aus großartiger Betreuung im Ländle), die das Projekt trotz verschiedenster Unkenrufe durchgezogen haben und weiterhin zeigen wollen, dass nur ein vielfältiges Angebot in der Bildungslandschaft den unterschiedlichen Entwicklungen und Vorstellungen entsprechen kann – erst recht im tertiären Bereich.

Armin Brunner, Dir. BS i. R., stv. Vorsitzender VHS Bregenz, Wuhrwaldstrasse 32, Bregenz