Von der Synode zum Konzil

Leserbriefe / 25.09.2015 • 21:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Beginn der Synode über Ehe und Familie im Vatikan steht unmittelbar bevor. Drei Bischöfe aus Österreich werden daran teilnehmen. Die Österreichische Laien-Initiative meint, der Synode sollte ein Konzil folgen, weil die Kirche eine bedeutend vielseitigere Reform brauche. Im veröffentlichten Dokument werden nicht weniger als 49 Punkte angeführt, wo erneuert werden soll. Einiges soll ausgeräumt werden. Unter den sechs aufgezählten Punkten, was abgeschafft werden solle, werden die Ehrentitel, die Kardinäle, die Titularbischöfe, aber auch Gelübde und Kindertaufe genannt. Erneuert werden sollen: die Katechismen, das Kirchenrecht, die Gottesdienste, die Gemeindeleitungen, die Ökumene, das Papstamt u.v.a.m. Eine ständige Weltkirchensynode mit Vertretern und Vertreterinnen aus allen Segmenten des Kirchenvolkes soll geschaffen werden. Alle Ämter der Kirche sollen Frauen wie Männern offenstehen. Es soll künftig eine offene Einladung zur Eucharistie geben. Bei den Laien scheint der Reformdruck viel stärker gespürt zu werden als bei vielen Bischöfen und der Kurie. Doch Papst Franziskus liebt die „Festgefahrenen“ weder im Klerus noch bei den Kirchenbürger/innen.

Pfr. Helmut Rohner,

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