VW hat bei Abgastests manipuliert?

25.09.2015 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom Freitag dem 25. September 
VN-Bericht vom Freitag dem 25. September 

Der VW-Konzern habe eigene Dieselautos mit einer Software so „manipuliert“, dass sie bei Tests durch US-Behörden deutlich weniger Stickoxide ausstießen, als im Normalverkehr auf der Straße. Falls das so stimmt, was soll die ganze Aufregung? Anscheinend hat VW nicht direkt das Prüfergebnis selbst manipuliert, sondern es vielmehr auf die konkrete, wohl gesetzlich normierte Prüfsituation bezogen geschafft, dass die konzerneigenen Fahrzeuge im vorgegebenen Testbetrieb besser abschneiden, als im Praxisbetrieb. Was fällt mir dazu ein? ­Typisch Prüfungssituation. Die konkreten Prüfungsvorgaben sind eben unsinnig, nämlich theoretisch bzw.

akademisch und möglichst praxisfern. Ja, ja, so ist das aber bei Prüfungen sehr oft. Die Prüfungsvorgaben sind falsch und müssen an die tatsächliche (Fahr-)Praxis angepasst werden. Das gilt übrigens auch für die Tests zum Treibstoffverbrauch der Fahrzeuge, darüber hinaus besonders auch für Prüfungen in vielen anderen Bereichen: z. B. an Schulen, Universitäten, bei Lehrabschlüssen, zu Berufszulassungen, im Führerscheinbereich.

Mag. Thomas Spöttl,
Dorfstraße 13, Feldkirch