Das Welttheater

27.09.2015 • 15:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In den Fernsehnachrichten sahen wir den Papst vor dem Senat der USA und dann auch noch vor der Hauptversammlung der UNO. In seiner weißen Soutane wirkte er beeindruckend, er ist selbstsicherer als sein Vorgänger, Benedikt XVI., der die pädophilen Skandale und deren Verschleierung zu verantworten hatte. Das scheint schon tiefe Vergangenheit zu sein, obwohl es nur fünf Jahre her ist. Die Menschen, die in diesen Versammlungen sitzen, sind gewitzte Politiker und Diplomaten; sie kennen das finanzielle, das politische und das öffentliche Gewicht der römischen Kirche, für sie überwiegen die wirtschaftlichen Belange; sie applaudieren gerne bei humanen Appellen – das ist gut fürs Image solcher Versammlungen und der Beteiligten. Jesus hat gesagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“, das ist genau diese Welt der Regierenden, der Reichen, die Aktien haben von den Betrieben, die den Klimawandel mit verursachen. Dazu gehört auch die römische Kirche. Diese Kirche hat die Vegetarier in den Dogmen als gottlose Ketzer verdammt und umgebracht. Fleischnahrung und Viehwirtschaft belasten die Umwelt laut FAO mit 18 Prozent, laut Worldwatch mit wesentlich mehr.

Es gibt auch Gutachter, die den Klimawandel für Hysterie halten. Ob sich die Klimakonferenz in Paris an die früheren reiht oder doch nicht, werden wir bald sehen.

J. A. Schmidt,
am rain 24/10, nenzing