Papstrede vor der UN in New York

Leserbriefe / 27.09.2015 • 17:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In der Samstagszeitung vom 26. September 2015 stand ein Bericht über die Papstrede vor der UN-Generalversammlung. Darf ich einige Punkte seiner Rede, die nicht erwähnt wurden, ergänzen.

Er forderte auch die Anerkennung eines Sittengesetzes, das in die menschliche Natur selbst geschrieben ist. Dieses Gesetz schließt die natürliche Unterscheidung zwischen Mann und Frau sowie die uneingeschränkte Achtung vor dem Leben in allen seinen Stadien und Dimensionen ein.

Ohne die Anerkennung einiger unüberwindlicher natürlicher ethischer Grenzen, läuft das Ideal, den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern, Gefahr, sich in eine unerreichbare Illusion zu verwandeln, oder noch schlimmer, in leere Worte, die alle Übergriffe und jede Art von ideologischer Kolonialisierung fördern, indem man abnorme Lebensmodelle und Lebensstile durchsetzt, die der Identität der Völker fremd und daher unverantwortlich sind.

Im weiteren Verlauf seiner Rede sagte er: „Das gemeinsame Haus aller Menschen muss sich auf dem Fundament der Achtung der Unantastbarkeit menschlichen Lebens erheben, jedes Mannes und jeder Frau, auch der Ungeborenen.“

Es ist gut, auch diese Worte seiner Rede zu hören.

Dr. Wolfgang Hämmerle,
Mühlefeldstrasse 88, lustenau