Ökologische Prinzipien mit Füßen getreten

29.09.2015 • 16:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 29. September.
VN-Bericht vom 29. September.

Peter Matt, Chefingenieur der illwerke vkw behauptet in dem genannten Artikel vom 29. 9., „Kraftwerk erst mit Verspätung“, dass das mit Achwasser gespeiste geplante Kraftwerk laut Expertengutachten zu einer Verbesserung des ökologischen Zustands der Bregenzerach führen kann und dass die Trinkwasser­entnahme in Bregenz, Lauterach und Hard nicht geschädigt werde. Es ist nicht zu glauben! Die Bregenzerach, die jetzt schon von Zeit zu Zeit kaum Wasser führt, soll durch eine zusätzliche Wasserentnahme ökologisch verbessert werden? Wie groß ist eigentlich die geplante Restwassermenge? Soll ein völlig ausgetrocknetes Gerinne ökologisch besser sein als ein normal gefüllter Fluss? Die Trinkwasser­entnahme in Hard, die im Wesentlichen aus dem Grundwasserbegleitstrom der Bregenzerach besteht, soll dadurch nicht gestört werden? Belegt werden sollen diese Aussagen durch Gutachten externer Experten?

Es dürfte hinreichend bekannt sein, dass durch die Auswahl der richtigen Experten die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können, oder anders ausgedrückt, zu jedem Gutachten kann man ein solches mit dem entgegengesetzten Ergebnis bekommen. Es ist zu hoffen, dass dieses unsinnige Projekt, das wieder einmal ökologische Prinzipen aus wirtschaftlichen Überlegungen mit Füßen tritt, nicht nur verschoben, sondern endgültig ad acta gelegt wird!

DI Dr. Bernd Oesterle,

Torggelgasse 13, Hard