Wahlschlappe in Oberösterreich

29.09.2015 • 16:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Reaktion der Verliererparteien war wie zu erwarten: Ein Sündenbock, wie in der Vergangenheit, war wieder einmal schnell gefunden. Der Wähler hat sich täuschen und verängstigen lassen. Darum haben über 30 Prozent falsch gewählt. Es ist in mehrfacher Hinsicht ein Trauerspiel der Verlierer, mit solchen Argumenten eine so große Wahlschlappe zu begründen. Der Wähler, der nicht SPÖ oder ÖVP gewählt hat, lässt sich also täuschen und verängstigen. Fragt man sich, was die beiden Regierungsparteien seit den letzten Wahlen eigentlich geleistet haben, so muss man festhalten: viel Leerlauf, viel Streit, eine Steuerreform mit Steuererhöhungen, eine chaotische Flüchtlingspolitik, bei der der Sündenbock wieder einmal die EU ist, weil man zunächst gestritten und dann zum Handeln aufgrund der Flüchtlingseskalation gezwungen wurde, usw., usw. Ich frage mich wirklich, wer mehr zur Verängstigung und Frustrierung der Bürger(innen) beigetragen hat: die Regierung oder die Opposition mit ihrer Wahlwerbung? Wer mit solchen Argumenten diese Wahlschlappe begründet, sieht die dringend anstehenden Aufgaben nicht, wird keine Reformziele festlegen, geschweige jemals Lösungskompetenz für sich erreichen. Es bleibt bei einer biederen und verkrusteten Politik für eine kleine Klientel.

Maria und Paul Ammann,

Dorfstraße 5, Ludesch