Ich bin ein „Festgefahrener“

01.10.2015 • 17:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Lieber Bruder Helmut Rohner!

Ich kann deinen Reform­ideen (VN 26. September 2015), mit denen du auch seinerzeit in Gortipohl nicht gut angekommen bist, leider nicht folgen. Ich fühle mich nicht berufen, den Wein des Evangeliums mit dem Wasser eigener Wünsche zu panschen. Ich bekenne mich zu der Kirche, die auf dem Felsen Petri und auf das Fundament der Apostel erbaut ist.

Meinem Amtseid gemäß halte ich mich an das 2. Vatikanische Konzil: „Das Wort Gottes steht über der Kirche“. Kein Papst kann das 6. Gebot – „Du sollst die Ehe nicht brechen“ – hinterfragen. Kein Konzil kann das von Christus gestiftete Ehesakrament als Abbild der unwiderruflichen Treue Gottes zu seinem Volk aufheben.

„Wegen des Fehlens des
Weihesakramentes, wodurch der Priester und der Laienchrist wesentlich unterschieden sind, haben die evangelischen kirchlichen Gemeinschaften die ursprüngliche und vollständige Eucharistie nicht bewahrt“ (Ökumenismusdekret II, 22). Eine gemeinsame Abendmahlfeier wäre eine Täuschung. Ich stehe zur Feststellung von hl. Papst Johannes Paul II. und unseren orthodoxen Schwesterkirchen, wonach die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu erteilen. Ich bin überzeugt, dass dank des Beistandes des Heiligen Geistes die Kirche die Bibel zusammen mit der ursprünglichen Tradition unverfälscht weitervermittelt.

Pfr. Eberhard Amann,
st. Gallenkirch, Gortipohl, gargellen