Ikea – Nichts
geht mehr

Leserbriefe / 07.10.2015 • 18:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wir alle wissen es: Lustenau hat ein Verkehrsproblem. Es fahren zu viele Autos jeden Tag durch unsere Gemeinde. Frustration macht sich breit und seit Jahrzehnten versprechen Politiker verschiedener Farben Heilsbringer in Form von Megastraßenprojekten durch das Naturjuwel Ried. Und in dieser verfahrenen Situation soll nun nach Meinung von Bgm. Fischer ein Ikea am Ortsrand angesiedelt werden. Tausende zusätzliche Autofahrten und Hunderte Lkw-Zulieferungen sind zu erwarten. An verkaufsstarken Tagen wird wohl oft nichts mehr gehen. Aber das alles scheint egal zu sein, denn es bringt ja Kommunalsteuern. Andere Betriebe mit weniger zusätzlichem Verkehr an diesem Standort würden dies genauso bringen. Die Sorge, dass ein Ikea nach Dornbirn kommen soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen. An welchem Ort gibt es ein so großes Grundstück mit entsprechender Autobahnanbindung und bestehender Widmung für Verkaufsflächen in dieser Größenordnung? Ein für allemal könnte man beweisen, dass das Kirchturmdenken besiegt wird, indem die Gemeinden Dornbirn und Lustenau vertraglich besiegeln, dass sie beide kein zusätzliches Einkaufszentrum in dieser Größe genehmigen werden. Das wäre ein Sieg für die Bevölkerung! Und für alle, die sich über einen Ikea freuen würden, ein Tipp: St. Gallen ist kaum 30 Minuten von Lustenau entfernt.

Eva Scheffknecht,

Rotkreuzstrasse 5,

Lustenau