Wirtschaftlichen Nutzen ziehen

Leserbriefe / 08.10.2015 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der geplante Ikea Markt in Lustenau löst in dieser Form nicht nachvollziehbare Gegenreaktionen in der eigenen Gemeinde aus. Lustenau hat seit Jahrzehnten einen Transit- „Fremd- und Einkaufsverkehr“ zu bewältigen, dessen wirtschaftlicher Nutzen vor allem unseren Nachbargemeinden zugute kommt. Nun wagt es unsere Gemeinde wie alle anderen, auch einen wirtschaftlichen Nutzen aus einem Projekt zu ziehen und man erklärt, die Straße ist voll. Auch zwei Lustenauer Parteien stimmen in diesen Chor ein und machen gegen die Ansiedlung eines renommierten Unternehmens in Lustenau als einzigem Standort in Vorarlberg Stimmung.

Der Landesregierung ist anzuraten, hinsichtlich der Verkehrssituation im Rheintal ihre Hausaufgaben zu machen und nicht von der Schweiz vorgeschlagene überregionale Verkehrslösungen im Bereich Mäder/Diepoldsau und damit auch für einen wesentlichen Teil des heute schon bestehenden Verkehrsaufkommens zu blockieren. Hiezu kämen von Ikea unterstützte örtlich wirksame Maßnahmen. Lustenau leidet an einer gigantischen Kaufkraftabwanderung und mangelnder Attraktivität vor allem im Bereich des Handels. Dieses Manko können auch die beiden erfolgreichen Industriegebiete nicht ausgleichen. Ikea könnte das dortige technische Arbeitsplatzangebot um über 100 neue Stellen ergänzen – besonders auch für Frauen. Zusätzliche Steuereinnahmen sind ein wichtiger Beitrag für den knappen Gemeindehaushalt, mit denen auch Anliegen aller Parteien, v. a. auch im Zentrum, mitfinanziert werden könnten.

Dr. Walter Bösch,

Sandstraße 28, Lustenau