Boykott israelischer Waren

09.10.2015 • 17:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die EU plant, Waren aus den israelischen Siedlungen im Westjordanland zu kennzeichnen. Die sogenannte BDS (Boykott, Kapitalabzug, Sanktionen)-Bewegung geht weiter und möchte sämtliche israelische Produkte boykot­tieren. Dabei kommen Gedanken an Ereignisse, die 70 Jahre zurückliegen. Vermutlich sind die Aktivisten Idealisten, aber welche Folgen hätte dieser Boykott für uns? Wollen wir ihn befolgen, müssen wir sämtliche Intel-Pentium und Celeron Prozessor-Chips aus unseren Computern entfernen. Ebenso den Ivy-Bridge-Prozessor. Verboten ist das Windows-Betriebssystem XT. Von den jetzt noch arbeitenden Computern entfernen wir jetzt die Anti-Virensoftware und Firewalls. E-Mails sind verboten, da der Algorithmus aus Israel stammt. Wir müssen unsere Handys entsorgen. Ebenso dürfen wir keine SMS verschicken. Bei beiden ist die Technologie israelisch. Dasselbe gilt für 4G-Gräte. Der Chip ist aus Israel. Der Voice-Maildienst ist tabu. Facebook können wir vergessen. Videos im Internet sind verboten. Die Plattform zum Hochladen stammt aus Israel. Für die Internetsuchmaschinen gilt dasselbe. Die Liste ist bei Weitem nicht vollständig. Wollen wir das wirklich?

Dr. Wolfgang Hämmerle,
Mühlefeldstraße 88,

Lustenau