Gesunde ­Grenzgänger

09.10.2015 • 17:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Immer mehr Vertreter von Gesundheitsberufen zieht es aus Vorarlberg nach Liechtenstein, so lese ich in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Diplomiertes Pflegepersonal, das uns in Vorarlberg an allen Ecken und Enden fehlt. Und weiter geht es: man setze auf höhere Gehälter. Die höheren Gehälter sind leicht zu erklären, wir haben mit Liechtenstein ein Doppelbesteuerungsabkommen, d.h. wer in der Nachbarschaft im öffentlich-rechtlichen Dienst arbeitet, zahlt nur die sehr niedrigen Landessteuern des Fürstentums, auch wenn er in Österreich lebt. Ein Beispiel gefällig? Uns wurde eine diplomierte Krankenpflegerin mit einem Gehalt von 14 Mal 5000 sfr netto abgeworben. Das können wir in der Landeskrankenpflege natürlich nicht bezahlen. Weiters werden schon auf den Krankenpflegeschulen ebenfalls die hier Ausgebildeten in die Nachbarschaft abgeworben. Warum kann man den Schulabsolventen nicht auferlegen, dass sie entweder in Österreich eine gewisse Zeit arbeiten oder die Ausbildung zurückzahlen müssen? Dementsprechende Vorstöße bei Bund und Land wurden leider „nicht einmal ignoriert“!

Hans Bösch, Gesundheits-und Krankenpflegeverein Ludesch, Wiesenweg 4,

Ludesch