Tierhaltung

Leserbriefe / 09.10.2015 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

versus Flüchtlingsversorgung

Die 149 Seiten umfassende und im Internet einsehbare „2. Tierhaltungsverordnung“ für Österreich schreibt für die Haltung von Katzen vor: „§3: Werden Katzen in Gruppen gehalten, so muss für jede Katze ein eigener Rückzugsbereich vorhanden sein. §5: Die Katzen sind in ausreichender Menge mit geeignetem Futter und Wasser zu versorgen. §6: Räumen in denen Katzen gehalten werden sind sauber zu halten.“ (Anm.: Die drei Fehler sind original!). „Den Katzen muss eine ausreichende Anzahl von Katzentoiletten zur Verfügung gestellt werden, die entsprechend sauber zu halten sind. §9: Den Katzen müssen Beschäftigungs- und erhöhte Rückzugsmöglichkeiten geboten werden.“ Wer ungute Gefühle ertragen kann, möge die vier Paragraphen noch einmal durchlesen und das Wort „Katzen“ durch „Kriegsflüchtlinge“ ersetzen. Laut „Konsument 1/2011“ (aktualisiert am
28. 4. 2011) werden hierzulande rund 250 Millionen Euro pro Jahr für die Verköstigung von Hund und Katze ausgegeben. Übrigens: Wenn Sie Affen, Biber, Kängurus, Wasserschweine, Hyänen, Elefanten, Nashörner oder Kamele halten wollen, der (ach so fürsorgliche) österreichische Staat hat in dieser Verordnung an alles gedacht.

Prof. Hubert Allgäuer,

Winkelgasse 11,

Feldkirch-Gisingen