Ikea – Grund und Boden zu kostbar

11.10.2015 • 16:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Da zurzeit eine Betriebsansiedlung von Ikea in Lustenau in aller Munde bzw. Presse ist, habe ich Ikea gegoogelt und auf Seite fünf „Ikea-Arbeitskampf“ gefunden, wo es heißt: „6000 Ikea-Mitarbeiter sind an 21 Standorten in Italien im Streik. Die Arbeitskampfmaßnahmen richten sich gegen neue Arbeitsverträge, die von den Mitarbeitern als unannehmbar bezeichnet wurden. Der schwedische Möbelgigant will Einsparungen auf Kosten seiner Mitarbeiter und weniger für Sonn- und Feiertagsarbeit bezahlen.“ Und jetzt frage ich mich schon, will man solche Betriebe, die großteils in Billiglohnländern produzieren, dann heimische Handwerker und Handelsbetriebe konkurrenzieren, dadurch heimische Arbeitsplätze wegbrechen und steuerlich ja auch keine große Hoffnungen voraussagen, wirklich im Ländle ansiedeln? Grund und Boden sind in Vorarlberg zu kostbar, um solche Betriebe – jeder kann sich selbst seine Gedanken dazu machen – in Vorarlberg anzusiedeln. Es ist einfach ein Wahnsinn, Produkte über Tausende Kilometer aus Billiglohnländern zu transportieren und dann möglichst billig zu verkaufen. Wer das nicht einsieht, macht sich längerfristig selbst oder seine Kinder arm.

josef gantner, rungelinerstrasse 37,
schruns