Eine Lanze für Ikea

13.10.2015 • 20:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit mehr als einem Jahrzehnt wird der Einzug von Ikea in Vorarlberg mit Akribie verhindert. Die Behauptung, wir hätten in Vorarlberg schon genügend Möbelhäuser, ist sachlicher Unsinn, XXXLutz hat drei Filialen! Wenn immer dieselbe Phalanx aus der Wirtschaft und der Landesregierung mit zweifelhaften Behauptungen gegen dieses schwedische Möbelhaus Stimmung macht, dann ist offensichtlich, dass es nicht um eine objektive Beurteilung geht. Wer die umfassende Produktpalette von Ikea wirklich kennt, weiß, dass sie sich insbesondere an die junge Klientel mit kleiner Brieftasche wendet. Die Tatsache, dass viele Möbel zum Selbstzusammenbau angeboten werden, macht sie nicht nur preisgünstig, sondern auch reizvoll. Wenn dann noch mit Verkehrsproblemen argumentiert wird, ist das absurd. Wer die Tiefgarageneinfahrt bei Ikea Innsbruck kennt, die nicht größer ist als eine simple Garageneinfahrt und nie zu Stauproblemen geführt hat, wird erkennen, woher der Wind weht! Lustenau ertrinkt und leidet seit Jahrzehnten an einem unerträglichen Pkw- und Lkw-Verkehrsaufkommen, das bis dato nie gelöst wurde. Es ist nicht einzusehen, warum Lusten­au zusehen soll, wie man in Dornbirn mit dem Messepark die Rosinen aus dem Kuchen pickt und Lustenau das Verkehrsaufkommen schlucken muss. Gerade Ikea mit einem beachtlichen Kostenbeitrag für die Verkehrslösung wäre Anlass, diese Misere endlich zu lösen.

Ing. Gerhard Miltner,

Josef Huter Strasse,
Bregenz