Papst wurde gehört

13.10.2015 • 20:50 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Papst Franziskus leitet die Familiensynode, die noch bis 25. Oktober im Vatikan tagt. Foto: Reuters
Papst Franziskus leitet die Familiensynode, die noch bis 25. Oktober im Vatikan tagt. Foto: Reuters

Nach der ersten Woche der Bischofssynode über die Familie ist es noch zu früh, Ergebnisse zu erwarten. Doch die Berichte zeigen bereits, dass viele Bischöfe drei schon vor der Synode ausgesandte Botschaften des Papstes verstanden und sich angeeignet haben: 1. Die Kirche soll näher an der Wirklichkeit der Familien stehen. 2. Sie soll eine allgemein verständliche Sprache verwenden. 3. Die helfende Hand soll vor dem moralischen Zeigefinger kommen. An allen Plenarsitzungen hat der Papst teilgenommen. Meist schweigend. Doch als konservative Kreise kritisierten, dass die Kommission zur Erstellung des Abschlussdokuments mehrheitlich von reformwilligen Teilnehmern besetzt sei und daher das Ergebnis schon vorherzusehen sei, wies der Papst in einer unerwarteten Wortmeldung alle Verschwörungstheorien zurück und erklärte, dass er selbst persönlich die entsprechende Kommission zusammengestellt habe.

Helmut Rohner,

Bahnhofstrasse 18/10,
Dornbirn