Wirkliche Hintergründe

Leserbriefe / 15.10.2015 • 20:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 15. Oktober 2015.
VN-Bericht vom 15. Oktober 2015.

Dass Flüchtlinge von allen nur willkommen geheißen werden sollen, müsste bei all der Propaganda von oberster Stelle, doch vor allem bei ausgerechnet Vertretern der Wirtschaft umso stutziger machen! „Deutschland braucht Arbeitssklaven“, wie es etwa die rechte Le Pen wegen der allzu freizügigen Asylpolitik Merkels trefflich benannte. Zumindest stimmt das unter den derzeit gegebenen Voraussetzungen der neoliberalen Hegemonie. Der Marxismus spricht von einer industriellen Reservearmee. Gemeint ist damit das Heer an Arbeitslosen. Findet sich nicht der eine, so findet sich durch viele Arbeitslose bei gleichzeitig heruntergefahrenen bzw. erst gar nicht vorhandenen sozialen Standards umso leichter der andere, der dieselbe Arbeit auch zu gebotenen schlechteren Bedingungen verrichtet. Was also gut für die Wirtschaft ist, ist schlecht für die Arbeitnehmerrechte und den Lohn der unteren Einkommensschichten! Diese Anpassung nach unten wird in der Praxis dadurch begünstigt, je weiter wir von einer vernünftigeren Wirtschaftstheorie entfernt sind. Lassen wir uns nicht von den Rechten, nicht von der FPÖ täuschen, deren Wirtschaftspolitik doch selbst einen neoliberalen Hintergrund hat. Deren Tradition ist ja auch eine, wie sich jeder selber ausmalen kann, wo sich Kapitalismus und Faschismus in letzter Konsequenz schon immer ergänzten: Und das, derweil die bürgerlichen Unschuldslämmer selbst in der Ursächlichkeit des Kapitals – wie üblich – von allem nie etwas wissen wollten!

Bernd Spitzer,

Rotfeld 10/1,

Weiler