Mut zur

Leserbriefe / 16.10.2015 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wahrheit – Ikea

Ohne den Lustenauern dreinreden zu wollen, aber was denkt sich der Bürgermeister dabei, ein durch und durch kapitalistisches, skrupelloses Unternehmen wie Ikea nach Lustenau zu holen? Stimmt der Spruch wirklich – Gier frisst Hirn? Firmen wie Ikea sind es, die diesen berühmten „Raubtierkapitalismus“ zu 100 % leben.

Sie können davon ausgehen, dass diese Firma in Österreich so gut wie nie ihre Gewinne versteuert, denn das machen sie ganz woanders – siehe z. B. Starbucks.

Früher produzierte Ikea ihre Möbel in den Gefängnissen der DDR. Als sich die DDR 1989 in Rauch aufgelöst hatte, zog Ikea weg. Zuerst nach Tschechien und dann immer weiter. Heute produziert Ikea u. a. in Weißrussland. Die Mitarbeiter müssen z. T. sechs Tage 12 Stunden arbeiten zu 400 Euro pro Monat. Nur damit wir billige Möbel kaufen können, werden andere versklavt und ausgeraubt. Ich würde sagen, dass diese Firma dahin gehen soll, wo der Pfeffer wächst. Und wenn Hr. Fischer meint, er müsse dies entgegen dem Willen seiner Mitmenschen durchdrücken, dann soll er doch bitte mitgehen.

Lustenau wird den kleinen Vorteil, den sie bekommen, teuer bezahlen. Wir haben im Ländle tolle Firmen, die wahrhaftig tolle Möbel herstellen – und das zu einem fairen Preis. Unterstützen wir so gut es geht die heimischen Betriebe.

Thomas Cassan,

Lachenmahd 17a

Dornbirn