AK und die kalte Progression

18.10.2015 • 16:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In letzter Zeit wurde vermehrt die Forderung an den Finanzminister erhoben, die kalte Progression abzuschaffen bzw. zu mildern. Dieser Forderung – vor allem vonseiten der Arbeitnehmervertreter – kann man gerne zustimmen, falls diese auch im eigenen Einflussbereich mit gutem Beispiel vorangehen und nicht jeden Monat neue Leistungen von der öffentlichen Hand fordern. Diese Gelegenheit ergäbe sich gerade jetzt, wo doch ab 1. Jänner die Höchstbeitragsgrundlage zur Sozialversicherung und damit die Grundlage für die Bemessung der AK-Umlage um ca. 4 Prozent erhöht wird und alle jene Arbeitnehmer betroffen sind, deren Einkommen über der bisherigen HBGL liegt. Seitens der AK wäre das Beibehalten der Höhe der bisherigen Berechnungsgrundlage eine positive Geste, zumal dies nur marginale Einnahmenausfälle brächte. Eher spürbar für die Arbeitnehmer wäre jedoch eine generelle Senkung der AK-Umlage von z. B. zehn Prozent, nämlich von 0,50 auf 0,45 der Höchstbeitragsgrundlage – nach Studium der AK-Rechnungsabschlüsse leicht verkraftbar –, ohne dass die jährlichen Rücklagenzuführungen für die durch Zwangsbeiträge finanzierten Luxuspensionen gefährdet wären. Man darf sich doch noch etwas wünschen, oder?

Elmar Gasser,

Wingatstraße 10, Dornbirn