Biohähne

Leserbriefe / 18.10.2015 • 18:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

dürfen leben

Jährlich werden allein in Österreich fast zehn Millionen junge Hähne nach dem Schlüpfen vergast. Sie legen keine Eier, liefern zu wenig Fleisch und sind somit unwirtschaftlich, also weg damit! Eine Schlierbacher Initiative wollte dabei nicht länger zusehen, suchte und fand „Sandy“, eine Hühnerrase, bei der auch die Hähne genug Fleisch liefern. Das wird schon bald in biologische Produkte wie Faschiertes und Würste verarbeitet. Und der Eierpreis wird um drei Cent erhöht. Danke! Leider lasse sich dieses Modell auf die konventionelle Hühnerhaltung nicht umlegen, bedauert der geschäftsführende Gesellschafter der Eiermacher GmbH, Manfred Söllradl: „Da geht es um zu große Mengen. Kunden können das Produkt kaufen, das ihnen entspricht.“

Dem muss man hinzufügen, dass an erster Stelle der „Produktion“ ein Züchter steht, dem es entspricht, Hähnen das Recht auf Leben abzusprechen, weil es nicht wirtschaftlich ist und weil man davon leben muss. Das sind Bauern, die Wirtschaftlichkeit über ihre Tiere stellen. Genauso wie über die Kühe, denen man ihre Hörner raubt, weil man sie nicht ihrer Natur gemäß halten möchte.

Walter Koren,

Pernsteinerstraße 26,

4560 Kirchdorf