Seelsorge im

Leserbriefe / 19.10.2015 • 19:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bezirk Feldkirch

Der Ausdruck Seelsorge bedeutet eigentlich die persönliche, geistliche Begleitung und Unterstützung von Menschen, insbesondere in Lebenskrisen. Leider mussten wir beim Ableben unserer Mutter erfahren, wie die Seelsorge in einer Pfarre im Bezirk Feldkirch gehandhabt wird. Unser Wunsch, die Trauerfeier am Freitagnachmittag abzuhalten, wurde mit dem fadenscheinigen Argument verneint, dass zu dieser Zeit prinzipiell keine Bestattungen durchgeführt werden. Leider war es auch am Samstag nicht möglich, da der Pfarrer keine Zeit hatte. Weder bei der Suche nach einem Ersatzpfarrer, noch bei der Organisation der Trauerfeier wurden wir von den zuständigen Personen der Pfarre unterstützt und in unserer Trauerphase regelrecht im Stich gelassen – wir waren auf uns selbst gestellt. Nur durch die Hilfe des Bestattungsunternehmens und von Privatpersonen konnte nach knapp zwei Tagen der Termin für den Trauergottesdienst fixiert werden. Wie man sich bei so einem Ereignis fühlt und dankbar für geistigen Beistand wäre, kann sich jeder in einer solchen Situation befindliche vorstellen. Kirchenbeitrag – wofür? Für jeden Beitrag darf man normalerweise auch eine Gegenleistung erwarten. Solche unmotivierten Menschen wären in der Privatwirtschaft nicht tragbar!

Uschi, Vera,

Karin und Bruno Dalpra,

Breiterweg 8b, Nofels