Waldstrategie 2015

20.10.2015 • 16:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie die aussieht, dafür gibt es ein anschauliches Beispiel in Dalaas. Zwei neue Steinschlag- und Lawinenschneisen im Natura-2000-Gebiet Masonerwald wurden an 70–100 Prozent steilen Hängen eröffnet. Eine Schneise endet direkt über dem Winterwanderweg zum Römerkeller. Die andere oberhalb des Wanderweges zur Freiburger Hütte. Seilkran und Holzprozessor der bekannten Bregenzerwälder Firma waren unterstützend dabei, die Schneisen in direkter Falllinie effektiv und gründlich umzusetzen. Dass dabei alle jugendlichen Buchen, Ahorn und Eschen und der eine oder andere Spechtbaum gekappt werden mussten, um an die begehrten Tannen und Fichtenstämme zu gelangen, spielte den Auftraggebern offenbar keine Rolle. Wie ich wiederholt aufgezeigt habe, ist all das mit Fördergeldern des Landes als sogenanntes Schutzwald-Sanierungsprojekt der BH Bludenz auf den Weg gebracht worden. Die einzige Strategie, die hier erkennbar wird, ist die Holzmobilisierung. In diesem Fall wird das Holzgeschäft mit einer Tiroler Plattenfirma abgewickelt. Es fragt sich schon, wozu wir einen grünen Umweltlandesrat brauchen, wenn der diesem Treiben tatenlos zusehen muss. Oder ist auch in diesem Fall die Energieautonomie wichtiger als der ökologische Zustand des geschützten Bergwaldes?

Mag. Franz Ströhle,

Sonnengarten 22, Höchst