Überfälliger Schutzweg

Leserbriefe / 21.10.2015 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

auf der L 64

Frau Petra Bargetz aus Altenstadt setzte sich im Bürgerforum Vorarlberg für einen Schutzweg über die Klosterstraße (L 64) in Höhe Wasenweg ein. Vertreter der Stadt Feldkirch argumentierten dagegen. Die vorherrschenden Faktoren rechtfertigten keinen weiteren Schutzweg. Außerdem hätten sich Stadt, Land, Bezirkshauptmannschaft und Anrainer im Herbst 2012 erfolgreich über zwei neue Schutzwege geeinigt. Das stimmt nicht ganz – es war für uns Anrainer nur ein Teilerfolg. In unseren Forderungen war auch der längst überfällige Fußgängerübergang beim Wasenweg enthalten. Das Feldkircher Gesamtverkehrskonzept brachte unter anderem eine Umverteilung des motorisierten Verkehrs von den Gemeindestraßen zu den Landesstraßen. Anrainer von Gemeindestraßen wurden somit entlastet, dafür die Anrainer von Landesstraßen zusätzlich belastet. Nachdem Landesstraßenanrainer laut Gesetz keine Rechte haben, fühlte sich auch niemand für uns zuständig. Nur durch anhaltenden Druck (Briefe, E-Mails, Unterschriften) konnten wir einen Teilerfolg erzielen. Ein Satz der ehemaligen Feldkircher Planungsstadträtin lautet: „Alles, was an Verkehr nicht verlagert werden kann, muss zumindest verträglich und sicher abgewickelt werden” (Feldkirch aktuell 3/2013). Davon sind wir an der Klosterstraße in Altenstadt noch weit entfernt. Die Bevorzugung des motorisierten Verkehrs in besiedelten Ortsgebieten ist nicht mehr zeitgemäß.

Annelies Ess,

Klosterstraße 20, Feldkirch