Offener Brief an die parteiüber­greifende Politik

22.10.2015 • 16:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Was unterscheidet Flüchtlinge von Roma? Wo fängt der Mensch an, der Hilfe braucht/fordert? Ich war bei der Roma-Lager-Räumung in Dornbirn dabei. Kein kompetenter Politiker aus Stadt, Land, kein guter Dolmetscher. Es waren die ÖBB, die Jugendwohlfahrt (nur wegen der Kinder, alles andere geht sie nichts an), die Presse und viele ratlose, verständnislose Menschen, die sagten, wir bleiben hier, uns geht es hier um das Vielfache besser als in Rumänien (EU). Das ist ein Vorgeschmack, was uns mit anderen Armutsflüchtlingen, die kein Asyl bekommen, blühen wird. Bei den Roma braucht es auch kurzfristige Lösungen und langfristige, die als Ziel die Rückführung haben. Dazu braucht es aber ein besseres Miteinander aller Beteiligten wie Politik bis Caritas. Oder ist das ein sichtbares Symptom unserer Politik, die Probleme nur verschiebt, verlagert, verdeckt und wegredet? Die Armutsmigration wird uns noch viel stärker verfolgen. Das hier ist ein Übungsfeld, zwischen Lösungen und Scheitern ist die Bandbreite. Wer tut hier irgendwas Weitsichtiges?

Agnes Faißt,

Arlenweg 3,
Dornbirn