Staus sind
Folge von Fehl-
ent­scheidungen

22.10.2015 • 16:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Lustenauer entscheiden über Lustenau“ meint Frau Laatsch in ihrem Leserbrief (VN vom 22. 10. 2015) und daher solle sich sonst keiner in die Ikea-Entscheidung einmischen. Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Immerhin ist es vor allem Lustenau, das seit Jahren eine neue Straße als Lösung seiner Verkehrsprobleme fordert. Eine Straße, die ein massiver Eingriff in die Natur wäre – auch außerhalb von Lustenau, und die gut eine Milliarde Euro kosten würde – die ganz sicher nicht von Lustenau bezahlt würden.

Die jetzigen Staus sind auch eine Folge von früheren Fehlentscheidungen: Da wurden nämlich große Betriebe in Gebieten ohne geeignete Zufahrt bewilligt, und dann fahren die Lkw durchs Ortsgebiet. Wenn man gleichzeitig Verkehrsmagnete ansiedeln möchte, und den Verkehr beklagt, passt etwas nicht zusammen. Ikea würde auch nicht von den Lustenauern allein leben. Das müsste jedem klar sein.

Dipl.-Ing. Katharina Lins, Naturschutzanwaltschaft für Vorarlberg, Jahngasse 9, Dornbirn