Christliche Werte

23.10.2015 • 16:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich möchte mich bei Herrn Peter Mathei für seinen Leserbrief vom 12. Oktober 2015 bedanken! Er hat schlicht und ergreifend recht damit, wenn er fehlende Kenntnis über die Grundverfassung unserer christlichen Kultur – die Heilige Schrift des Neuen Testamentes – ortet, und seiner Besorgnis darüber Ausdruck verleiht, dass, wenn man nur das Wort „christlich“ nennt, es sogleich unter dem Deckmantel betonter Neutralität eingeebnet wird. Das Christentum als allgemeine kulturelle Basis ist in unserer westlichen Gesellschaft durch den Humanismus abgelöst worden – mit gravierenden Folgen. Es ist wahr: Christliche Werte sind nicht mehr viel wert! Dabei verdankt unsere Gesellschaft – obgleich säkular – ihren christlichen Grundlagen viel mehr, als ihr bewusst ist. Unser Land ist vom Christen­tum geprägt worden. Viele unserer Denk­traditionen, Sinnerfahrungen und Verhaltensmuster lassen sich auf die christlich-jüdische Tradition zurückführen, die unsere Werte entscheidend beeinflusst. Es ist eine zeitlose Faszination, die vom Alten und vom Neuen Testament ausgeht, und sie betrifft Christen ebenso wie nichtgläubige Menschen, da es um Regeln geht, die auf ein gerechtes und menschliches Miteinander abzielen. In einer Zeit gewaltiger geistiger Auseinandersetzungen sind wir aufgefordert, diese Werte glaubwürdig zu leben und für die Menschenrechte, Glaubens- und Gewissensfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Ehe und Familie einzustehen und zerstörerische Ideologien­ scharf zurück­zuweisen.

Christine Walch,
Brunnengasse 1,

Ludesch