Korrekt ist

27.10.2015 • 17:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

noch lange nicht gerecht

Das Gefühl des hilflos Ausgeliefertseins in einer globalisierten Welt ist ein hoher Preis, den wir für unseren Wohlstand bezahlen. Unsere kleine heile Welt wird dadurch umso bedeutungsvoller, und ein Eingriff in diesen Wohlfühlort, gleichgültig welcher Ausdehnung, nehmen wir als persönlichen Angriff wahr. Kurz: Wir umgeben uns gerne mit Menschen, die ähnlich ticken wie wir. Herkunft und Religion sind dabei zweitrangig. Drei Viertel der Personen, die eine Abnahme der Lebensqualität in Wien beklagen (in sieben Wiener Bezirken liegt der Anteil der Bewohner mit ausländischer Herkunft bei über 40 Prozent), haben bei der Wien-Wahl Strache gewählt. Auch wenn politisch nicht korrekt, fordere ich eine Einschränkung des Asylrechts dergestalt, dass wir entscheiden, wen wir aufnehmen. Bei weltweit 60 Millionen Menschen auf der Flucht (UNHCR) und einem toten Kind alle sechs Sekunden infolge von Unterernährung (Rotes Kreuz) werden wir ohnehin eine Auswahl treffen müssen. Mit einer Spaltung der Gesellschaft ist niemandem gedient.

Mag. Ursula Spiegel,

Egelseestraße 21, Feldkirch