Von Macht
und Toleranz

Leserbriefe / 01.11.2015 • 19:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mehr als 80 Prozent der Einwanderer gehören dem Islam an. Er kennt dort, wo er die Macht hat, keine Tole­ranz gegenüber reli­giösen Minderheiten. Der Islam lässt sich nicht in das private Kämmerlein zurückstufen. Er strebt nach politischer Mitbestimmung.

Sind die Gesetze gottgegeben oder werden sie vom Parlament beschlossen? Wie steht es zum Beispiel mit der Gleichberechtigung der Frau? Gemeindevertreter Dietmar Lorenzin und andere Specher haben bei der von der Caritas einberufenen Bürgerversammlung in St. Gallenkirch am 9. 10. über eine mögliche Störung­ des sozialen Friedens Bedenken geäußert.

Ich bot bisher vergebens Pfarrgrund für den Bau eines Heimes für christliche Kriegsflüchtlinge an. Der Verfassungsrechtler Rupert Scholz stellt fest, dass das deutsche Asylrecht kein Kollektivgrundrecht ist.

Nur der Einzelne hat Anspruch auf Asyl, wenn er einen Tatbestand „politischer Verfolgung“ nachweisen kann.

Der mir persönlich bekannte ­melchitische Patriarch Gregor weint über jeden Christen, der wegen des von ausländischen Mächten unterstützten Stellvertreterkrieges seine Heimat verlässt. Können die zurückgebliebenen Armen, Kranken und Alten das zerstörte Land wieder aufbauen? Die Kolo­nisierung der arabischen Länder durch europäische Mächte, vor allem der verbrecherische, von Johannes Paul II. verurteilte Irakkrieg der USA, fallen uns nun auf den Kopf –„Die Wächter auf deinen Türmen waren blind“ (Jes.52/8).

Pfarrer Eberhard Amann,
St. Gallenkirch,

Gortipohl, Gargellen