Willkommen

02.11.2015 • 17:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

in den USA

Wir sind eine Schweiz-österreichische Familie mit zwei Kindern und flogen am 4. August auf Urlaub in die USA, mit gültigen Visa von der US-Botschaft in Bern. Am Zielflughafen wurden uns die Pässe abgenommen und man befahl uns, uns an einer Wand aufzustellen und zu warten. Wir wurden in einen Verhörraum gebracht, wo bereits geschätzte 100 andere warteten. Die Anweisung dort lautete: „Don’t speak“ (nicht reden), „don’t ask“ (nicht fragen), „don’t phone“ (telefonieren verboten), ohne jegliche Information, um was es eigentlich geht. Meiner Tochter wurde übel – im Raum kein Tageslicht und keine Frischluft – ich ging also zu einem Beamten, um zu fragen, ob meine Tochter für einen Moment an die frische Luft könne. Ich wurde angeschrien, dass er zwar einen Arzt holen würde, aber hinaus käme sie unter keinen Umständen. Nach einer weiteren Stunde Warten wurde ich zum Verhör geladen. Dort wurde ich alles Vorstellbare gefragt und Beweise verlangt (Einkommen, Wohnverhältnisse in der Schweiz usw.) und ein Protokoll erstellt. Nach insgesamt drei Stunden wurden wir schließlich entlassen, ohne jegliche Begründung, ohne ein Wort der Entschuldigung, ganz im Gegenteil. In keinem Land der Welt habe ich so viel Willkür und Rechtlosigkeit erfahren und werde die USA im Leben nicht mehr besuchen.

Rudolf Fitz,

Giessenstrasse 13,

Au (CH)