Milliardenstrafen für VW?

04.11.2015 • 16:55 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Sparmaßnahmen und Ratio­nalisierungen zufolge werden Unverschuldete geopfert und in die Arbeitslosigkeit entlassen. Durch repressive Preisdiktate in der Zulieferindustrie kommen dort Beschäftigte dran und fallen der öffentlichen Fürsorge zur Last. Der Handel ist betroffen, der heute lieber Kreditverträge, Leasing- und Versicherungspakete verkauft als die Autos selbst. Mein Vorschlag zum VW-Dilemma ist, die VW-Gesellschaften zu nachhaltiger Wiedergutmachung zu zwingen. Diese Euro-Milliar­den sollen in die bislang stiefmütterliche Forschung, Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebssystemen verpflichtend investiert werden. Damit werden Ressourcen nicht nur erhalten, sondern nachhaltig erweitert. Volkswirtschaftlich bedeutende Impulse wären damit freigesetzt und die öffentliche Hand dadurch gleichzeitig entlastet, das Steueraufkommen positiv gefestigt. Unproduktive Langzeitabschreibungen entfallen. Politiker sollten diese Gelegenheit wahrnehmen und daraus etwas mit „Hand und Fuß“ machen.

Josef Koch, Liechtensteinerstraße 99, Feldkirch