Hat die EU
eine Zukunft?

Leserbriefe / 05.11.2015 • 18:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auch als kein EU-Befürworter gilt es nun wohl, das Beste daraus zu machen. Eine Nagelprobe für den Weiterbestand der EU ist wohl der nicht abreißende Flüchtlingsstrom, vorwiegend aus Syrien und Afghanistan mit Hauptzielrichtung Deutschland, aber auch Österreich, und dessen gerechte Aufteilung innerhalb Europas. Es kann in keiner Gemeinschaft (Familie, Dorf, Staat, EU) auf Dauer funktionieren, wenn Teile davon sich nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Man wird nicht umhinkommen, dass die Staaten mit den größten Ausgaben für Flüchtlinge auch entsprechend abgegolten werden, und zwar auf Kosten derjenigen, die nicht bereit sind, die ihren wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten logischerweise angepassten­ Flüchtlingsquoten zu erfüllen. Es darf nämlich nicht Menschlichkeit auch noch finanziell bestraft werden. Dass bei solchen Menschenmassen durch entsprechende Kontrollmöglichkeiten klargestellt werden muss, dass nur noch echte Kriegsflüchtlinge (Asyl ist Menschenrecht) und keine Wirtschaftsflüchtlinge mehr aufgenommen werden können, ist logisch. Eine endgültige Lösung dieses Flüchtlingsproblems ist nur mit einem Ende des Krieges und damit Sicherheit vor IS-Terroristen und anderer für die verbliebenen und zurückkehrenden Menschen möglich. Ärgerlich für mich ist auch, dass die ölreichen arabischen Staaten ihre Glaubensbrüder überhaupt nicht und das nicht ganz unschuldige Amerika nur ausgesuchte Flüchtlinge übernehmen und die Massen einfach Europa überlassen.

Egon Troy,
Gießenstraße 9, Fußach