Verbrennungs­motor ist ein Fossil

05.11.2015 • 17:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zur Klarstellung, ich fahre auch so ein Ding, den alten Renault Kangoo meines verstorbenen Bruders.Praktisch, mit Schiebetüren, ideal für den Transport von lebhaften Enkelkindern. Mit Elektroantrieb, zu einem vernünftigen Preis und einer vernünftigen Reichweite gibt es so ein Gefährt leider noch nicht. Beim Tanken habe ich, obwohl diese Dieselkutsche recht sparsam ist, aber jedes Mal ein schlechtes Gewissen. Von zehn Liter gutem Diesel werden maximal drei in die erwünschte mechanische Energie umgesetzt, sieben ­Liter in, außer im Hochwinter, völlig nutzlose Wärme. Das ist vom biederen Schwindel-VW über jegliche Billigkiste bis zur Luxuskarosse so. Der Verbrennungsmotor ist einfach, wie sein Treibstoff, ein Fossil, egal wie immer technisch aufgehübscht mit Turbo, Kat, Partikelfilter und sonstigem Kram. Welchen Stellenwert das heilige Blechle aber bei der Mehrheit auch in Vor-arlberg hat, sieht man am gutbürgerlich biederen Stolz gleichzeitig auf den jeweils neuesten Hausfrauenpanzer SUV und den Photovoltaikschmuck auf dem Hausdach. Das ist Ökoschwindel auf höchstem Niveau. Abzustellen ist das wohl nur, wenn im Rahmen einer Übergangsfrist von zehn Jahren in Europa nur mehr Pkw mit einem CO2-Ausstoß von z. B. maximal 150 g/km verkauft werden dürfen. Beim Klimakiller Staubsauger haben sich die Mächtigen der EU ja auch getraut, warum nicht beim Auto?

Dr. Klaus König,

Hofsteigstrasse 8, Lauterach