Erinnerung an

09.11.2015 • 17:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

eine dunkle Zeit

Ich kann mich erinnern, als vonseiten einer Regierungspartei der rechten Seite von Nestbeschmutzung die Rede war, als die Wahlgewinner ausgebootet und in die Opposition geschickt wurden, weil sie angeblich das (österreichische) Nest beschmutzten, indem sie über diese Vorgangsweise klagten. Und jetzt – in einer politisch höchst aufgewühlten Zeit – werden alle, die sich jeden Tag bemühen, human, christlich im besten Sinne und weitsichtig zu agieren, vor den Richter gezerrt. Wer soll hier der Richter sein? Es gab schon einmal eine dunkle Zeit, als inhumane Gesetze zur Durchsetzung gebracht wurden, die nicht nur Millionen von Menschen das Leben kosteten, sondern auch von anderen penibel eingehalten wurden. Unterordnen und wegsehen war einfacher, als sich dem Tod durch den Henker oder im Konzentrationslager auszusetzen, weil man diese Gesetze nicht beachteten konnte und Mitmenschen half. Dafür wurden sie denunziert, vor den Richter gezerrt. Und heute lodert wieder die Flamme der Aufhetzung auf. Im Internet werden oftmals falsche Meldungen verbreitet und viele, die darin ihre Informationen holen, empfinden gar nicht, welch Angst machende Gesinnung hinter solchen Meldungen steckt. Für mich ist das Internet diesbezüglich eine Tabuzone. Ich lasse mich nicht aggressiv machen gegen Menschen, die gar nichts dafür können, dass sie von Diktatoren beherrscht und bedroht werden.

Mag. Christiane Url,

Freundsberg 24, Innsbruck