Haustiere
und Nikotin

10.11.2015 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist altbekannt, dass Rauchen in der Wohnung zu einem Tabu wird, wenn ein Baby oder Kleinkind einzieht. Doch bei Haustieren vergisst man oft, dass diese auch davon Schaden nehmen können. Tiere haben eine viel höhere Atemfrequenz als wir Menschen. Das bedeutet, dass sie durch das schnellere Atmen auch mehr Rauch und Nikotin zu sich nehmen. Der Nikotingehalt im Blut der Vierbeiner ist dreißig Mal höher und deshalb sehr krebsfördernd. Krebsfördernd ist jedoch auch das Ablecken des Felles, weil sich in den Haaren die Rauchpartikel festhalten (dasselbe gilt für Vögel, Mäuse, Kaninchen usw.). Was mir noch sehr am Herzen liegt, ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass der Rauch von Rauschmitteln nicht nur bei uns Wirkungen zeigen kann. Persönlich habe ich schon Geschichten gehört, davon, wie der Hund/die Katze „umgetorkelt“ ist, nachdem das Tier länger im gleichen Raum war. Wie sich die Tiere dabei fühlen, können wir alle nicht sagen. Wenn Menschen ein Rauschmittel konsumieren, wissen sie, dass es etwas mit Wahrnehmung, Körpergefühl und Psyche macht. Aber ein Tier nicht, und das stell ich mir sehr grausam vor. Bitte lasst eure Schätze nicht leiden.

Eva-Maria Löschnig,

Burgweg 22, Thüringen