Zum Emser Verkehrskonzept

12.11.2015 • 17:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom Dienstag, dem 3. November
VN-Bericht vom Dienstag, dem 3. November

Sehr geehrter Herr Galehr, Ihre Aussage in den VN vom 3. 11. 2015 „1800 statt 14.000 Autos täglich“ mag zwar für die Emser Innenstadt zutreffen, jedoch fragen wir uns, ob sich die besagten 14.000 Autos in Luft aufgelöst haben? Tatsache ist, dass diese nun durch andere Stadtteile fahren müssen, wie z. B. die Graf-Maximilian-Straße oder die Bahnhofstraße. Am stärksten betroffen ist zweifelsohne die Angelika-Kauff­mann-Straße (Spange). Hier konzentriert sich täglich unverhältnismäßig viel Verkehr aus allen Richtungen (inkl. starker Lärmbelästigung durch Bus-, Schwerlast- und Zugverkehr). Sie sprechen von einer gemeinsamen Absprache mit allen betroffenen Anrainern: Wir fragen uns, weshalb hier nur die Innenstadtbewohner miteinbezogen wurden und nicht diejenigen, die durch diese ungerechte Abwälzung des Verkehrs heute die eindeutigen Verlierer ihres „Verkehrskonzepts“ sind. Wo bleibt für uns die Lebens- und Wohnqualität? Wie kann man zudem eine solche Planung als gelungen bezeichnen, wenn jeder dieser 14.000 Verkehrsteilnehmer auch noch einen nicht unwesentlichen Umweg in Kauf nehmen muss (Stichwort: CO2-Belastung)? Vertreten Sie und die Verantwortlichen der Stadt eigentlich nur die Interessen der Innenstadtbewohner? Sowieso bezweifeln wir, ob unsere Innenstadt je florieren wird, wenn man potenzielle Kunden aufgrund einer verwirrenden Verkehrsführung fast gänzlich aussperrt. Von einem kompetenten Verkehrsplaner erwarten wir uns jedenfalls eine gerechte Verteilung des Verkehrs.

Katrin Maschek & Werner Amann, GRAF-MAXIMILIAN­STRASSE 31, Hohenems