Bauern sichern
Kulturland

13.11.2015 • 17:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Arbeit unserer Bauern ist für die Erhaltung der Kultur- und Erholungslandschaft unverzichtbar. Die Bodenbewirtschaftung, die mit großen Erschwernissen und teuren Maschineneinsätzen verbunden ist, kann von den Bauern nur geleistet werden, wenn ihre Existenz gesichert ist. Der Bauer ist Landschaftspfleger und Landschaftsgärtner, der oft unter besonders schwierigen Bedingungen Heimgut, Vorsäß/Maisäß und Alpe mit großem Arbeits- und Kostenaufwand bewirtschaftet. Der Milchpreis ist schon lange im Keller und die Höhe der öffentlichen Zuwendungen steht bei vielen Menschen in der Kritik. Das Grünland und der darüber stockende Wald, der Hof und Weiden vor Naturkatastrophen schützt, bilden die bäuerliche Existenzgrundlage.

Der Alpenraum als Kulturland kennt die Bergregion als Architektur Gottes, die Städte, Dörfer, Weiler, Häuser und Höfe als Architektur des Menschen, die Wälder als schützenden Mantel darüber und die vom Bauern gestaltete Kulturlandschaft als bäuerlichen Gottesgarten. An uns liegt es, die Arbeit des Bauern zu sehen und wertzuschätzen und die finanzielle Hilfestellung anzuerkennen. Eine Lebensweisheit sagt: „Wenn einmal die Kuh geht, wird sich auch der Gast abwenden.“

Hugo Mayer,

Mühle 700, Egg