Bitte handelt menschlich

15.11.2015 • 19:13 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Ich gebe ruhig zu, dass es nicht leicht ist, für die bettelnden Roma in Vorarlbergs Städten eine für alle brauchbare und akzeptable Lösung zu finden. Aber was ich in dem Artikel über Sonia, Ionut und Raisa vom 13. November 2015 lesen musste, wundert mich gewaltig. Ehrlich gesagt, es empört mich. Da wird einer jungen Roma-Familie angedroht, ihr das Baby, ein zwei Wochen altes Frühchen, wegzunehmen oder die Familie auseinander zu reißen oder sie dorthin zurückzuschicken, wo sie für sich keine Überlebensmöglichkeit mehr fand.

Falls die Familie nicht rasch eine Wohnung findet, wird der evangelischen Pfarrer-Familie nicht problemlos gestattet, die Roma-Familie bei sich aufzunehmen. Da wird unmenschliches Handeln als humanitär verkauft. Das ist unserer Gesellschaft und unserer Politiker nicht würdig.

Pfr. Helmut Rohner,
Bahnhofstrasse 18/10,
dornbirn