Einführung der Ausbildungspflicht

Leserbriefe / 15.11.2015 • 20:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Liebe Birgit Entner, ich habe den Artikel ,,Wer sich nicht ausbildet, soll bestraft werden“ gelesen und will dazu Stellung nehmen. Wie bereits angekündigt, sollen die, die sich nicht an die Ausbildungspflicht halten, eine Geldstrafe bezahlen und keine Familienbeihilfe bekommen. Zum einen finde ich das sinnvoll, da neun Prozent der österreichischen Jugendlichen arbeitslos sind. Aber ich denke auch, dass es gut wäre, die Jugendlichen mehr zu motivieren, indem man an den Schwächen arbeitet. Wenn man bedenkt, dass ständig Flüchtlinge nach Österreich kommen, müsste man die Anzahl der Lehrstellen auch noch weiter erhöhen, das würde viele neue Polytechnische Schulen erfordern. Man sollte die Polytechnische Schule von der NMS räumlich trennen.

Es wäre sinnvoll, dass ein Großteil der Flüchtlinge nach Deutschland ginge, um dort Arbeit zu suchen. Da die Einführung der Ausbildungspflicht auch verfassungsrechtliche Bestimmungen betrifft, ist im Nationalrat eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Ich glaube, dass das Gesetz sich nicht so schnell durchsetzen wird. Bevor man straft, sollte man prüfen, ob auch tatsächlich genügend Ausbildungsplätze vorhanden sind.

Herbert Hauser, Hauptstrasse 38, unterretzbach