Ein sauber ­geführtes Ländle

Leserbriefe / 17.11.2015 • 17:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 5. November 2015.
VN-Bericht vom 5. November 2015.

Neulich war zu lesen, dass Herr Martin Ohneberg, Präsident der Vorarlberger Industriellenvereinigung, eine Steuerhoheit für die Bundesländer Österreichs fordert. Es sollte dadurch eine bessere Förderung der Wirtschaft ermöglicht werden. Bezeichnend ist dies für eine ungewisse Flucht nach vorne oder unnütze Anbiederung. Bevor eine neue Finanzhoheit mit neuer B­eamtenkompanie zu installieren wäre, müsste doch zuerst die gerechte Forderung nach einer völlig transparenten Buchführung des Landes Vorarlberg erfüllt werden, die Kontrolle ermöglicht sowie die politische Bürokratie zumindest um 15 Prozent abgebaut wird. Damit erhalten die Bürger die Gewissheit, dass ein sauber geführtes Ländle Wahrheit wird. Zudem ist dem Präsidenten der Industriellenvereinigung für sein massives Eintreten für das von der EU betriebene Handelsabkommen mit den Amerikanern größtes Misstrauen entgegenzusetzen. Er kann einen Vorteil für die österreichische Bevölkerung nicht garantieren und tritt für Einzelinteressen ein. Daher sofortiger Abzug österreichischer Verhandler aus der EU-Delegation. Zudem, Herr Präsident, ist es ein Novum, dass in Österreich der Steuersatz der Gewinne von betrieblichen Gesellschaften niedriger ist als der Eingangssteuersatz für Mitarbeiter und Bevölkerung. Dies ist ein Grund für das Schwächeln der Wirtschaft, da eine anspruchsvollere Herausforderung zum Arbeiten und Aktivieren von Möglichkeiten durch die Lieder der Jammersänger abhandengekommen ist.

Alwin Rohner,

Raiffeisenstraße 5,

Lauterach