Wenn der Staat kapituliert

Leserbriefe / 17.11.2015 • 17:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im EU-Ausland unterwegs sein und sich nicht ausweisen können, hat Konsequenzen, bis zum Arrest über Nacht. (Einem Bekannten vor drei Jahren widerfahren.) Fahrradfahren ohne Licht, im Winter zweifellos ein Selbstmordunternehmen. 40 km/h in der 30er-Zone, 15 Minuten über die Zeit auf einem bewirtschafteten Parkplatz, so blöd sein und betrunken mit dem Fahrrad fahren, Schwarzfahren in Bus und Bahn – all das kostet durchaus zu Recht. Ohne Papiere und Identitätsnachweis die Grenzen von Griechenland bis Schweden passieren, kein Problem, sofern man nicht das Pech hat, ein EU-Bürger zu sein. Was soll Einwanderer zukünftig motivieren, unsere Gesetze und Gebräuche einzuhalten, wenn das schon bei der Einreise nicht erforderlich ist. Ich befürworte klar Asyl für Verfolgte und Kriegsopfer. Es soll aber für jeden Staat, unbehelligt von der professionellen Betroffenheitsszene, eine Selbstverständlichkeit sein dürfen, zu prüfen und zu regulieren, wer unter welchen Bedingungen einreisen darf. Gilt das nicht mehr, dann sind die „Alt“-Staatsbürger solche zweiter Klasse. Nicht weiter verwunderlich, wenn diese dann irgendwelchen Rattenfängern nachrennen und denjenigen Gewählten, die es nicht schaffen, die Gesetze zu vollziehen, das Vertrauen entziehen.

Dr. Klaus König,

Hofsteigstrasse 8, Lauterach